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Anatolische Kulturen

 

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  Das besondere der anatolischen Kultur und ihre Rolle bei der Entstehung der Westlichen Weltsicht, Prof. Dr. Ekrem Akurgal

Die Türkei gehört zu den drei, vier wichtigsten Ländern der Welt, was die Fülle ihrer Altertümer betrifft, deren Schönheit und guten Erhaltungszustand, sowie insbesondere deren Vielfalt. Ebenso wie sich die ältesten Kulturen der Erde in Anatolien entwickelt haben, ist auch das in der heutigen westlichen Zivilisation geltende freie Denken zusammen mit der Philosophie und ersten wichtigen Beispielen einer Grundlagenwissenschaft in diesem Landstrich entstanden.

Warum Türkei?

Mindestens ein Drittel aller ausländischen Touristen kommt in unser Land wegen der Altertümer. Jeder westliche Tourist hat in der Schule von der „Ilias“ des Homer gehört; deswegen will er Troja und Westanatolien sehen. Er kennt aus den Geschichtsbüchern den wegen seiner Ohren berühmten phrygischen König Midas; weiß vom sagenhaft reichen Lyderkönig Kroisos und der Liebe zwischen Kleopatra und Antonius. Die Orte, wo sie gelebt haben, möchte er bereisen. Die Christen träumen davon, in Ephesos die St. Johannes-Basilika und die Marienkirche zu besuchen, in Demre die Kirche des Heiligen Nikolaus, in Istanbul und Trabzon die Hagia Sophia, im Nordosten das Sümela-Kloster und in Mittelanatolien die 1001 Felsenkirche. Noch gebildetere westliche Intellektuelle preisen sich glücklich, die ägäischen Städte, in denen Philosophen wie Thales und Anaximander, Anaximenes, Heraklit und Anaxagoras, Dichter wie Mimnermos und Anakreon gelebt haben, kennenzulernen. Die bekanntesten Helden der antiken Mythologie, die sich die westliche Welt angeeignet hat, sind Anatolier. Viele europäische Touristen halten es für eine kulturelle Pflicht, die durch die Sage berühmten anatolische Städte aufzusuchen.

Die ältesten Siedlungen der Welt

Der Mensch, der seit 600.000 Jahren das Feuer benutzt und verschiedene Gegenstände des täglichen Gebrauchs herstellt, wurde erst mit dem Zeitpunkt zu einem wirklich schöpferisch produzierenden Wesen, als er das Nomadenleben aufgab und sesshaft wurde.

Auf dieser wichtigen Stufe der Menschheitsgeschichte entwickelten sich in der Jungsteinzeit (8000 – 5500 v.Chr.) in Anatolien die Siedlungen von Çayönü, Hacılar und Çatalhöyük, die zusammen mit der Siedlung Jericho in Jordanien zu den ältesten Vertretern dieser Periode gehören. Çatalhöyük insbesondere war weltweit der glanzvollste Mittelpunkt. Seine Bewohner, die ihre Handwerkserzeugnisse sammelten und anfingen, Handel zu treiben, schmückten ihre Häuser und Kulträume durch farbige Wandbilder und schufen hier erste Meisterwerke der bildenden Kunst. Das Wandbild in einem der Häuser von Çatalhöyük, das nach allgemeiner Auffassung mit großer Wahrscheinlichkeit den Vulkanausbruch des Hansa-Berges darstellt, ist der erste Versuch von Landschaftsmalerei in der Kunstgeschichte (Die Funde von Çatalhöyük und Hacılar sind im Museum für Anatolische Zivilisation in Ankara ausgestellt). Zurück

Die älteste namentlich bekannte Kultur Anatoliens: Die Hatti (3000 – 2000 v.Chr.)

Nach einer langen Stagnationszeit (zwischen 5500 und 3000 v.Chr.) wurde Anatolien wieder Schauplatz großer Kulturen. Der einheimische Volksstamm der Hatti (3000 – 2000 v.Chr.), der eine eigene, an Vorsilben reiche Sprache benutzte, war, nach Mesopotamien und Ägypten, eine der bedeutendsten Gesellschaften des Zeitalters. Die im Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara ausgestellten Kunstwerke der Hatti aus Gold, Silber, Elektron, Bronze und Keramik von den Fundstätten Alacahöyük, Horoztepe und Mahmat sind, nach dem Schatz von „Ur“ im Britischen Museum, die schönsten Erzeugnisse der Bronzezeit. Zurück

Die Burg, die Anatolien gegen Einfälle vom Balkan verteidigte: Troja-Troja I, Troja II, Troja III – V (3000 – 1800 v.Chr.)

Parallel zur Kultur der Hatti in Mittel- und Ostanatolien bestand während der Bronzezeit im Nordwesten bei Çanakkale die Kultur von Troja I (3000 – 2500) und Troja II (2500 – 2200). Ihre Glanzzeit erlebte diese Zivilisation, die mehr zum ägäischen Kulturkreis gehört, in der zweiten Siedlungsperiode (Troja II). Die von Heinrich Schliemann gefundenen Goldgefäße gingen im Berliner Völkerkundemuseum leider während des Zweiten Weltkrieges verloren. Aus diesem reichen Schatz ist jetzt nur noch ein Teil goldener Schmuckstücke im Archäologischen Museum in Istanbul zu sehen. Troja III – V (2200 – 1800 v.Chr.) setzen Troja II fort. Zurück

Wanderungen Indoeuropäischer Volksstämme nach Anatolien: Hatti-Hethitische Fürstenperiode (2100 – 1700 v.Chr.)

Am Ende des 3. Jahrtausend v.Chr. strömten in einzelnen Wellen indoeuropäische Stämme zwischen Westeuropa und Indien von Norden nach Süden und breiteten sich auf ihren Wanderungen vom Kaukasus her auch in Anatolien aus. Von diesen Stämmen siedelten sich die Nesi in Mittelanatolien, die Pala in Paphlagonien und die Luvi in Südanatolien an. Während dieser Bewegung, die über längere Zeit andauerte, eroberten Neuankömmlinge die einzelnen Hatti-Fürstentümer und gründeten erst das Althethitische Königreich (1660 – 1460 v.Chr.) und danach das Hethitische Großreich (1460 – 1190 v.Chr.). Zurück

Der erste Rechtsstaat im Altertum: Die Hethiterherrschaft (1600 – 1190 v.Chr.)

Die Hethiter hatten einen föderativen Lebensstaat geschaffen und bildeten in den letzten zwei Jahrhunderten ihrer Herrschaft zusammen mit Ägypten eine der beiden Großmächte der damaligen Welt. Die im Kern indoeuropäische Nation schuf einen Rechtsstaat, in dem Männer und Frauen gleichberechtigt waren, und der sogar die Rechte der Sklaven schützte. Die Regierungsgewalt ging durch Erbfolge vom Vater auf den Sohn über und der König herrschte als „Primus inter pares“ (Erster unter Gleichen), sodass über viele Fragen im Rat der Edlen, „Pankus“ genannt, abgestimmt werden mußte.

Inmitten der Völker des Nahen Ostens, die ihren Feinden die Haut abzogen, sie auf Folterpfähle spießten, die ihren Kriegsgefangenen Köpfe und Hände abschnitten und daraus Pyramiden bauten, befanden sich die Hethiter menschlich auf der Ebene heutiger zivilisierter Staaten.

Die Hethiter sind zwar von den Hatti und außerdem von den Hurri und den mesopotamischen Kulturen stark beeinflußt gewesen, doch haben sie aus alledem eine eigene besondere Kultur entwickelt. Von den Hatti haben die Hethiter den Glauben, die Mythologie, Sprache und Sitten übernommen und gleichzeitig zusammen mit den Orts-, Berg-, Fluss- und Personennamen die Bezeichnung, die damals die Mesopotamier für Anatolien verwendeten, nämlich „Hatti-Land“. So begegneten ja auch die Philologen beim ersten Lesen der in Boğazköy ausgegrabenen Tafeln ständig dem Ausdruck „Hatti-Land“, sodass sie die neu nach Anatolien eingewanderten indoeuropäischen Stämme fälschlich als „Hittil“ bezeichneten. Bei dieser Benennung stützte man sich auch auf die Erwähnung des Wörtchens „Hittim“ im Alten Testament, sodass es englisch „The Hittites“, französisch „Les Hittites“, italienisch „Gli Ittiti“ hieß, während im Deutschen durch die Verschmelzung der Ausdrücke „Hittim“ und „Hatti“ die Bezeichnung „die Hethiter“ entstand. Im Türkischen benutzte man anfangs das Wort „Etiler“, in jüngster Zeit jedoch „Hititler“.

Die Hethiter entwickelten insbesondere eine originelle Architektur und bauten im zweiten vorchristlichen Jahrtausend die stärksten Stadtmauern und prächtigsten Tempel; außerdem entwickelten sie eine in ganz Anatolien verbreitete interessante Bildhauerkunst. Zurück

Die Kultur Ilions in der „Ilias“ des Homer: Troja VI (1800 – 1275 v.Chr.)

Zur Zeit des Hethiterreiches in Mittelanatolien herrschte noch eine andere indoeuropäische Volksgruppe in der Gegend von Çanakkale in der Siedlung Troja VI. Mit seiner bis heute zu einer Höhe von vier Metern erhaltenen Stadtmauer und mit den ebenfalls gut erhaltenen Häusern vom Megaron-Typ nimmt Troja VI unter den sehenswerten Ruinen der Türkei einen wichtigen Platz ein. Die Stadt des Königs Priamos, Ilion, von der Homer in seinem Epos erzählt, war Troja VI, dessen letzte Schicht, VI h (1325 – 1275 v.Chr.) durch ein Erdbeben zerstört wurde. Die Achäer (Mykener) hingegen eroberten die Stadt Troja VII a (1275 – 1240/1200 v.Chr.). Zurück

Neue Indoeuropäische Einwanderung (Ägäische Wanderung) nach Anatolien: Zerstörung Trojas und Untergang des Hethischen Großreiches; Dunkle Periode der Halbinsel (1200 – 750 v.Chr.)

Nach dem Erdbeben, das 1275 v.Chr. Troja VI h zerstörte und der darauffolgenden Eroberung von Troja VII a durch die Achäer bzw. Mykener (1240/1200) war nun also diese starke Burg, die durch zwei Jahrtausende hin Anatolien gegen die Einfälle aus Europa geschützt hatte, gefallen. Unter anderem ist auch die grobe handgeformte Keramik in Troja VII b 1 (1240 – 1190 v.Chr.) und die Buckelkeramik in Troja VII b 2 (1190 – 1100 v.Chr.) balkanischen Ursprungs. Nach der Besetzung Trojas um etwa 1200 begannen Völkerschaften vom Balkan wieder in großen Wellen Anatolien zu erobern. Etwa im Jahre 1190 v.Chr. zerstörten sie auch die hethitische Hauptstadt Hattuşaş bei Bogazköy und dehnten sich weiter bis zur Grenze von Assur aus (die Muski). Durch die Einwanderung der balkanischen Indoeuropäer fiel Anatolien für 450 Jahre wieder in einen primitiven Zustand zurück. Die Schrift wurde nicht mehr benutzt. Anstelle der reichen, zivilisierten Städte gab es ärmliche Siedlungen und mehr noch Nomadengemeinschaften. Zurück

Kulturen, die Hellas beeinflußten

Späthethitische Kultur (1200 – 700 v.Chr.)

In den von der balkanischen Völkerwanderung großenteils nicht betroffenen Teilen Südost- und Ostanatoliens entwickelten sich die hochstehenden Kulturzentren der Späthethitischen Fürstentümer (1200 – 700 v.Chr.) und des Königreichs Urartu (860 – 580 v.Chr.). Die Hellenen lernten im 8. Jahrhundert v.Chr. den reichen zweitausendjährigen Wissensschatz Mesopotamiens durch Vermittlung der im Südosten Anatoliens lebenden Späthethitischen Fürstentümer kennen. Die Griechen übernahmen das Phönizische Alphabet in dem nahe Antakya gegründeten Al Mina sowie die Mythologie, auf der Homer und Hesoid aufbauten und die Bildhauerkunst späthethitische Mittelpunkte wie Malatya, Kargamış, Zincirli, Sakçagözü. Im 8. Jahrhundert glichen Kopfschmuck, Helm, Kleidung, verschiedene Gürtelformen und Haarfrisuren der alten Griechen derart denen der Hethiter, dass ihr Einfluss unverkennbar ist. Die bildende Kunst der Hellenen folgte im 8. und 7. Jahrhundert stilistisch und ikonographisch dem späthethitischen Vorbild.

Das Königreich Urartu ( 860 – 580 v.Chr.)

Obwohl die Kunst der Uratäer in großem Umfang von assyrischen und späthethitischen Vorbildern abhängig war, wurden deren Erzeugnisse nach Hellas und in die Etruskerstädte exportiert.

Die Phrygische Kultur ( 750 – 300 v.Chr.)

Die Phryger waren einer der Balkanstämme, die um 1200 v.Chr. nach Anatolien gekommen waren. Als politisch verfasste Gesellschaft traten sie allerdings erst nach 750 v.Chr. in Erscheinung. In der griechischen Welt galt der Gordiossohn Midas als sagenhafter Herrscher mit langen Ohren und der Eigenschaft, alles, was er anfasste, in Gold zu verwandeln. Dahingegen erwähnen die assyrischen Jahrbücher Midas als König der Phryger, und zwar 717, 715, 712 und 709 v.Chr.. Während das von ihm gegründete starke Königreich im ersten Viertel des 7. Jahrhunderts durch den Kimmereinfall zerstört wurde, entwickelte die phrygische Volksgruppe im 7. und 6. Jahrhundert in Mittelanatolien sich eigenständig weiter.

Obwohl die Phryger aus Europa stammten, wurden sie binnen kurzem zu Anatoliern und schufen, einerseits unter griechischem, andererseits unter späthethitischem Einfluss, eine neuartige anatolische Kultur. Die Metall- und Holzarbeiten der Phryger, ebenso wie ihre Textilien, gefielen auf dem Markt von Hellas und wurden von griechischen Handwerkern nachgeahmt. Darunter sind Spulen, Bronzeteller und –kessel mit Griffen (eine technische Errungenschaft), gefederte Sicherheitsnadeln aus Gold, Silber und Bronze, Gürtel aus wertvollen Metallen, Schnallen und reich verzierte Möbel. Die Phyger beeinflussten die Hellenen auch auf musikalischem Gebiet. Die phrygische Gesellschaft stand kulturell auf einem hohen Niveau: die Schrift war kein Privileg des Königs, sondern wurde auch vom Volk aller phrygischen Städte im 8., 7. und 6. Jahrhundert reichlich verwendet.

In der Gegend von Eskisehir und Afyon gibt es noch gut erhaltene phrygische Felsentempel und Gräber, die zu den eindrucksvollsten Kunstwerken der alten Zeit gehören. Zurück

Drei wichtige Volksgruppen in Anatolien: Lydier – Karier und Lykier (700 – 300 v.Chr.)

Die Sprache der Lydier und Lykier ist im Kern indoeuropäisch. Daneben haben sich im Idiom beider Völkerschaften Sprachreste von Stämmen aus der Zeit vor der hethitischen und altgriechischen Periode erhalten. Das Alphabet der Lydier und Lykier gleicht stark dem altgriechischem. Die Hauptstadt Sardes war zur Zeit des Kroisos (575 – 545 v.Chr.), der auch in der hellenischen Welt durch seinen Reichtum berühmt war, einer der glanzvollsten Kulturmittelpunkte.

Obwohl das karische Alphabet uns vom Aussehen her als dem der Lydier und Lykier ähnlich erscheint, hat man die karische Sprache bisher nicht entschlüsseln können. Nach der Kreta-Sage des Herodot wurden die Karier Leleger genannt und lebten zur Zeit des Königs Minos (Mitte 2. Jahrtausend v.Chr.) auf der Insel. Andererseits nennen sich die Karier selbst einheimische Anatolier und sollen mit den Lydiern und Mysiern verwandt sein.

Die uns bekannten archäologischen Überreste aller drei Kulturen zeigen einen starken hellenischen Einfluss. Die Lykier haben dabei ihre Originalität am stärksten bewahrt. So gehören die in Fels gehauenen Monumente dieser Kultur zu den berühmtesten Kunstwerken des alten Anatolien. Zurück

Der erste Ausläufer westlicher Kultur; das freie Denken lässt Philosophie und Wissenschaft entstehen; die ionische Kultur in Westanatolien (1050 – 30 v.Chr.)

Die Hellenen gründeten nach dem Fall Trojas (ab 1050 v.Chr.) entlang der gesamten westanatolischen Küste Städte. Die hellenische Kultur in Anatolien, die bis 650 v.Chr. eine Entwicklungsperiode durchmachte, brachte andererseits schon in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts v.Chr. das erste große Literaturwerk der westlichen Welt, die „Ilias“ des Homer, hervor.

Anatolien war zur Zeit der Naturphilosophen (600 – 545 v.Chr.) das herausragende Geisteszentrum der damaligen Welt. Die kulturelle Führungsrolle war damals von Ägypten und Mesopotamien auf die westanatolischen Städte übergegangen. Die Naturphilosophen hatten sich von Dämonen und Elfen sowie von religiösen Vorstellungen gelöst und den Ursachen der Naturerscheinungen mit unabhängigen Denkmethoden beizukommen versucht, wodurch sie die Grundlagen der heutigen westlichen Kultur legten. Im Wege dieser freien Forschung hatte Thales, der Sohn des Kariers Hexamyes, für den 25. Mai 585 (v.Chr.) eine Sonnenfinsternis vorausberechnet und angekündigt (Herodot I-74); das erste Beispiel für die Vorausberechnung eines Naturereignisses.

Anatolien verlor unter der Perserherrschaft (545 – 333 v.Chr.) seine Vorrangstellung, doch beherbergte es in der Periode des Hellenismus (333 – 30 v.Chr.) einige kulturelle Fixpunkte der damaligen Welt, wie Pergamon, Milet, Magnesia am Mäander, Priene, Ephesos, Theos, die zu den am schönsten ausgebauten Städten zählen. Damals beeinflusste die anatolische Architektur weithin die römische Baukunst. Zurück

Anatolien als gut ausgebautes Land: die römische Zeit (30 v.Chr. – 595 n.Chr.)

Da die Römer die Technik entwickelten, Ziegelsteine durch Mörtel zu verbinden, konnten sie beim Bau ihrer Stadtmauern, Gewölbe und Kuppeln großformatige Gebilde erstellen und so die ersten großen Ingenieurleistungen der Geschichte erbringen. Während erste bedeutende Werke in Rom entstanden, übernahm Anatolien nach kurzer Zeit die neuen Bauverfahren mit Erfolg. In West- und Südanatolien sowie im Inneren der Halbinsel entstanden an vielen Stellen nach Plan angelegte Städte. Diese verfügten alle über Repräsentationsbauten wie Agora, Ratsgebäude, Gymnasium, Stadion, Theater, Thermen und Brunnen. Die Straßen waren mit Marmorplatten belegt und zu beiden Seiten befanden sich Säulengänge, sodass die Städter im Sommer vor Sonne und Staub, im Winter vor Kälte und Schlamm geschützt waren. In den schönen städtischen Brunnen floss reichlich Wasser, das durch Aquädukte herbeigeführt wurde. Alle Teile der Halbinsel waren durch stabile, gut gewartete Straßen und Steinbrücken miteinander verbunden. Erstmals in der Geschichte gab es an den Straßen Meilensteine, die die Entfernung anzeigten. Besonders im 2. Jahrhundert n.Chr. war Anatolien eines der am besten ausgebauten Länder der Welt, und die Städte konnten sich, was Komfort und Schönheit betraf, mit Rom messen. Heute sind in West- und Südanatolien Dutzende von Ruinenstädten aus der Römerzeit erhalten, die die Besucher begeistern. Zurück

Der erste christliche Staat der Welt: Das Byzantinische Reich (330 – 1453 n.Chr.)

Die byzantinische Kunst entstand am Ende der römischen Periode in Anatolien. Als in den Städten der Halbinsel am Ende des 3. Jahrhunderts n.Chr. die römische Bildhauerei und Reliefkunst entartete, gewannen christliche Künstler ihr eine neue Lebendigkeit und Bedeutung zurück. Man kann sagen, dass die frühchristlichen und byzantinischen Werke eine Art von expressionistischem Kommentar zur spätrömischen Kunst darstellen. Hingegen errangen in der Architektur, was das Raumproblem angeht, die frühchristlichen und byzantinischen Meister eine neue Entwicklungsstufe der Weltgeschichte.

In anatolischen Städten wie Sardes, Ephesos, Aprodisias, Hierapolis, Side, Perge, Antakya entwickelte sich dieser neue Stil und gewann Konturen. Seine Vollendung erreichte er in Konstantinopel, der von Kaiser Konstantin um 330 n.Chr. gegründeten Hauptstadt, dem heutigen Istanbul.

Konstantinopel bildete zwischen 330 und 565 n.Chr. für zweieinhalb Jahrhunderte den kulturellen und künstlerischen Mittelpunkt der Welt. Unter Kaiser Justinian (527 – 565 n.Chr.) erlebte die frühchristliche Kultur ihre glanzvollste Periode. Die Hagia Sophia (532 – 539), ein Zentralkuppelbau, wurde als Meisterwerk der byzantinischen Kunst weltberühmt. Außerdem stellen die Irenenkirche (6. und 8. Jahrhundert n.Chr.), in Ephesos die St. Johannesbasilika (Justinianszeit) und die Marienkirche (4. und 6. Jahrhundert n.Chr.) die wichtigsten und am besten erhaltenen religiösen Bauwerke des byzantinischen Reiches dar. Als die schönsten und weitgehend konservierten Beispiele der spätbyzantinischen Periode gelten in Istanbul die Fethiye-Moschee (St. Maria Pammakaristos 1310 n.Chr.) und die Kariye-Moschee (Chora-Kirche). Bei diesen Bauwerken verbindet sich harmonisch die aus mehreren Kuppeln bestehende Decke mit den aus einem dreistöckigen Ring bestehenden Mauern.

In Istanbul sind an weltlichen Bauwerken sowohl vom Tefkur- und vom Laskaris-Saray noch einige Teile erhalten, als auch von der Stadtmauer, deren vielfarbigen Ziegelarbeiten den Blick anziehen.

Die Bodenmosaiken vom großen Saray in Sultan Ahmet und die Wandmosaiken in der Hagia Sophia und in der Fethiye- und Chorakirche sind von hoher Qualität und unvergleichlicher Schönheit. Die beim südanatolischen Finike gefundenen silbernen Gefäße und die anderen Silber- und Goldgegenstände beweisen den hohen Standard der byzantinischen Goldschmiedekunst. Zurück

Die humanistische Kultur von Selçuk (1071 – 1300 n.Chr.)

Erstmals in der Geschichte haben Anatolien als Ganzes die Türken eingenommen. Die Hethiter, Phryger und Griechen hatten, wie die Volksstämme vor ihnen, immer nur einen Teil der Halbinsel bewohnt. Wenn auch zuerst die Perser (543 – 333 v.Chr.) und dann die Römer (30 v.Chr. – 395 n.Chr.) ganz Anatolien erobert hatten, so besiedelten sie doch dieses Land nicht, sondern hielten es nur unter politischer Verwaltung. Die Türken kamen nach Anatolien aus Mittelasien durch ständige Streifzüge und auf dem Einwanderungsweg. Durch ihre milde Herrschaft gewannen sie die Liebe der weithin indoeuropäischen anatolischen Bevölkerung. Wer den Islam annahm, wurde Türke, so verschmolzen seit 1071 Türken und Einheimische. Auf diese Weise entstand innerhalb von 900 Jahren langsam die Türkei. Das heißt, die heutigen Türken sind die Kinder aller Stämme, die in der Geschichte Anatoliens gelebt haben. Aus diesem Grund sehen die Türken die alten Kulturen in ihrem Land nicht nur als nationalen Besitz sondern gleichzeitig als das gemeinsame Erbe aller Menschen an.

Die Seldchuken entwickelten während der ersten Renaissancebewegung, die in der islamischen Welt zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert blühte, eine humanistische Kultur auf hohem Niveau. Mevlana Celaleddin Rumi, dessen Bedeutung man in unserem modernen Zeitalter erst so recht erkennt, lehrte und verbreitete im 13. Jahrhundert in Konya eine zutiefst humanistische Weltanschauung. Nahezu in jeder seldschukischen Stadt wurde damals in den großen Krankenhäusern die Medizin und in den Sternwarten die Astronomie weiterentwickelt. Wie in römischer Zeit, so verbanden auch die Seldschuken die einzelnen Teile Anatoliens, das durch Bergketten und unterschiedlichen Klimazonen in voneinander getrennte Teile zerfällt, durch gut gewartete Straßen und Steinbrücken. Außerdem konnten die Handelskarawanen in einer der vielen Karawansereien rasten, deren Architektur jedesmal eine Augenweide ist.

Die Seldschuken, die viel von der arabischen und persischen Kultur übernahmen, entwickelten gleichwohl eine eigene originelle Zivilisation. Das Besondere an der seldschukischen Kunst resultiert aus mittelasiatischen Elementen, die sie aus ihrem Mutterland mitgebracht hatten. Die Türben sind nichts anderes als das in ein Monument aus Stein umgesetzte Türkenzelt. Die Fayenceherstellung, die Metall- und Holzbearbeitung, die Miniaturkunst sind mittelasiatische Arbeitstechniken. Wie bei den von ihnen sozusagen „erfundenen“ Karawansereien, so gewannen die Seldschuken auch bei den Moscheen, Türben und Medresen Räume, die dem anatolischen Klima angemessen waren. Das Portal, d.h., der reich verzierte Eingang an Repräsentationsbauten ist, wenn auch eigentlich iranischen Ursprungs, eine der fesselndsten Schöpfungen der türkischen Kunst. Sowohl die hohen Eingangstüren, als auch die Schmuckelemente erinnern an gotische Kirchen. Die Backsteingotik in Nordeuropa ist vom Stil her seldschukischen Ursprungs, sie wurde dort nach den Kreuzzügen Mode. Seldschukische Bauwerke, an deren Schönheit man sich nicht sattsehen kann, stehen in Städten wie Konya, Kayseri, Niğde, Sivas, Divrik, Amasya, Urfa und Malatya. In den türkischen Museen befinden sich ausgewählte Beispiele von Fayencen, Holz- und Metallarbeiten, die die Besonderheit der seldschukischen Kunst widerspiegeln. Zurück

Ein prächtiges Imperium: Der osmanische Staat (1299 – 1923)

Anatolien war die Kraftquelle des Osmanischen Reiches, das durch sechs Jahrhunderte hindurch die Führungsrolle in der islamischen Welt innehatte. Die Osmanen entwickelten die Kultur und Kunst der seldschukischen Türken weiter und gewannen neue Dimensionen hinzu. In der Architektur erreichten sie, ausgehend vom byzantinischen Stil, mit neuem Schwung eine neue Stufe der Kunstgeschichte. Während in der seldschukischen Periode noch verschiedene einzelne Räume nebeneinander bestanden, gelang jetzt der türkischen Baukunst der Schritt hin zu dem einen Zentralraum. Tatsächlich hat sich in der türkischen Baukunst der Schritt hin zu dem einen Zentralraum. Tatsächlich hat sich in der türkischen Architektur seit der seldschukischen Medresen von Konya, z.B. der Ince Minareli und vom Karatay-Han zur Şehzade – und zur Selimiye-Moschee innerhalb von drei Jahrhunderten Schritt für Schritt die Entwicklung hin zum Typus des von einer gemeinsamen Kuppel überwölbten Zentralraumes vollzogen. Die erste Stufe war, dass die einzelnen kleinen Räume, wie wir sie noch Mitte des 13. Jahrhunderts bei Karatay und Ince Minareli haben, unter zwei größere Kuppeln zusammengefasst wurden, wie bei der Grünen Moschee (Yeşil Camii) in Bursa (1424). Noch immer jedoch trennte die ziemlich dicke Mauer zwischen den beiden Kuppeln den Innenraum deutlich in zwei Teile. Trotzdem war diese Lösung ein Schritt auf den Gesamtraum hin. Tatsächlich wurde einige Zeit später in Istanbul bei der Rumi Mehmet Paäa-Moschee (1471) und der Atik Ali Paäa-Moschee (1497) die südliche Kuppe in eine Halbkuppel umgewandelt, so daß die in der Grünen Moschee noch sichtbare Mauer verschwand und anstelle von zwei getrennten Räumen ein einziger Innenbereich entstand.

Eigentlich war der nach dem neuen Plan gewonnene Innenraum kleiner als der unter zwei Kuppeln, nämlich nur soviel, wie unter anderthalb Kuppeln paßte, dafür aber war die Einheit des Raumes erreicht. Das war der zweite Schritt.

Auf dieser Stufe der Entwicklung nahm Sinan die Arbeit auf. Während bei der Bayezit-Moschee noch zwei Halbkuppeln, eine nördliche und eine südliche, verwendet worden waren, sehen wir bei der Äehzade-Moschee (1548) vier Halbkuppeln, in jede Himmelsrichtung eine. Auf diese Weise wurden auch die bisher außerhalb der großen Kuppel liegenden westlichen und östlichen Teile in den Gesamtraum einbezogen.

Wenn wir den Moscheentyp späterer türkischer Architekten betrachten, muß man glauben, sie hätten die Äehzade-Moschee für Sinans wichtigstes Werk gehalten. Denn die Sultan Ahmet Moschee (1616), die Neue Moschee (Yeni Camii, 1663) und die Fatih-Moschee (1771) sind getreue Kopien des Plans der Äehzade-Moschee. So wurde das Lehrlingsstück Sinans zum klassischen Beispiel der türkischen Architektur. Nur die Süleymaniye und die Selimiye sind dermaßen unvergleichlich und einzigartig, daß kein Architekt sie zu kopieren wagte. Sinan hat mit der Selimiye das erfolgreichste und wunderbarste Beispiel eines Zentralbaus geschaffen. Dadurch, daß hier acht Pfeiler (anstelle von vier) die Kuppel tragen, hat Sinan dem Raum den Eindruck von Viereckigkeit genommen und ihn zu einem Monument gemacht, das von allen Seiten aus gleich wirkt. Dies hatte er bei der Äehzade und der Süleymaniye vergeblich versucht. Harmonisch verbunden werden die einzelnen Teile der Moschee durch die vier Minarette. Ihre langsam nach unten zu breiter werdenden Schäfte scheinen die geneigten und runden Baumassen, gemeinsam mit den auf Hilfssäulen ruhenden Kuppelchen, zu sammeln und in den Himmel zu tragen. Das Äußere und Innere der Selimiye ist von wunderbarer Harmonie und mit ihrer eindrucksvollen Silhouette nimmt sie eine Spitzenstellung in der türkischen Baukunst und unter den Meisterwerken der Welt ein.

Die osmanische Architektur hat beim Bau von Türben, Medresen, Biblitotheken, Schlössern, Palästen, Badeanlagen, Verwaltungsgebäuden und besonders Aquädukten und Brücken sowohl vom architektonischen als auch vom technischen Standpunkt her unvergleichliche Leistungen hervorgebracht. Auch die Strandvillen (yali) sind ein reizvolles Kapitel der Kunstgeschichte.

Die osmanischen Miniaturen haben von ihrer Darstellung alltäglicher und geschichtlicher Themen her gesehen eine andere Bedeutung, als die anderer orientalischer Miniaturen. In den Museen der Türkei sind blendende Beispiele der osmanischen Kunst vertreten, und zwar außer Miniaturen auch Fayencen, Teppiche, Stoffe, Metall- und Holzarbeiten sowie Schmuckstücke. Zurück

Die Türkische Republik: Ein Staat, der von Mosaiksteinchen der Kulturen zu einem großen Bild vereinigt und der der europäischen Gemeinschaft beitreten will

In Anatolien, in dem sich aus geomorphologischen Gründen viele geschlossene geographische Gebiete befinden, existierten die gesamte Geschichte hindurch manchmal bis zu sechzig verschiedene Fürstentümer und Stadtstaaten nebeneinander. Beispielsweise war das Hethitische Großreich ein Bundesstaat aus Dutzenden von Sprache und Kultur her verschiedenen Fürstentümern. Ebenso gab es im 8. und 7. Jahrhundert v.Chr. bald zwei Dutzend hellenische Stadtstaaten und wieder zwei Dutzend Fürstentümer der späthethitischen Königreiche, die Königreiche Urartu und Phrygien und die Fürstentümer unter karischer und lykischer Herrschaft auf einmal.

So war Anatolien die gesamte Geschichte hindurch ein „Kulturen-Mosaik“, in dem nebeneinander so unähnliche Sprachen wie die der Leleger, Kreter (Grundbestandteile der Karier- und Lykiersprachen), der Hatti, der Indoeuropäer (Hethiter, Prygier, Lydier, Hellenen, Galater, Römer usw.) der Hurri, Kaukasier, Semiten und der Ural-Altaischen Sprachgruppe gesprochen wurde. Ein derartiges Gemisch findet man auf der ganzen Welt sonst nicht.

Mit der Ankunft der Türken wurde das Kulturenmosaik in Anatolien stufenweise zu einer kulturellen und räumlichen Einheit hingelenkt. Wie schon gesagt, erleichterten die Seldschuken durch gute Straßen, Steinbrücken und Karawansereien den Verkehr und machten Anatolien weitgehend zu einer räumlichen Einheit. Ein weiterer Schritt war, daß die während der seldschukischen und osmanischen Periode nebeneinander lebenden Christen und Muslime die Vielfalt des Kulturenmosaiks auf zwei Grundelemente verringerten. Doch eine Überwindung der natürlichen Hemmnisse, d.h., die in vollem Sinne räumliche und kulturelle Einheit, wurde erst in der Zeit der Türkischen Republik erreicht.

Atatürk hat einen weltlichen Staat geschaffen, der, nach dem Vorbild der europäischen Kultur, aus einer Nation mit einer einheitlichen Sprache und der anatolischen Geschichte aus nationalem Erbe bestehen sollte. Nach Atatürks Tod hat der Türkische Staat auf dem vom Gründer vorgezeichneten Weg in der kurzen Zeit eines halben Jahrhunderts das Verkehrsproblem durch den Bau von Straßen und Häfen im großen und ganzen gelöst und durch die Errichtung von Wassertalsperren der Entwicklung von Landwirtschaft und Industrie die Wege geebnet. Anatolien hat heute die Schwierigkeiten, die sich aus seinen geomorphologischen Bedingungen ergeben, überwunden und gestaltet das für die Einheit von Raum und Kultur im Vergleich mit der Vergangenheit günstigste Umfeld geschaffen.

Der Vater der Türkischen Republik, Atatürk, wollte einen nach Westen ausgerichteten, demokratischen und laizistischen Staat

Die Türkei, die Mitglied im Europarat und in der OECD ist und die Aufnahme in die EWG beantragt hat, fühlt sich als untrennbarer Teil der westlichen Welt und versucht, eine neue Kultur zu entwickeln, die mit der westlichen Weltsicht übereinstimmt, in ihrem Wesenskern Türkisch ist.

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